Acimol® | Anwendungsgebiete: Zur Harnansäuerung mit dem therapeutischen Ziel: Optimierung der Wirkung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin, Vermeidung der Steinneubildung bei Phosphatsteinen, Hemmung des Bakterienwachstums.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Blasenentzündung und Harnwegsinfekt

Die Blasenentzündung (Zystitis) ist eine spezielle Form von Harnwegsinfekt (HWI), die häufig durch Darmbakterien ausgelöst wird, die über die Harnröhre in den Körper eindringen und sich dort vermehren.

Die Entzündung der Harnblase ist eine meist harmlose, häufige Erkrankung, an der in Deutschland pro Jahr ca. sieben Millionen Menschen erkranken. Etwa 5-10% der weiblichen Bevölkerung leidet sogar unter einer so genannten chronischen Blasenentzündung.

Symptome

Die typischen Symptome einer Blasenentzündung sind Brennen beim Wasserlassen, schmerzhafte Krämpfe im Unterbauch und häufiger Harndrang bei dem nur geringe Mengen Urin ausgeschieden werden. Je nach Schweregrad der Erkrankung ist der Urin trüb oder übelriechend. Manchmal findet sich sogar Blut im Urin.

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Ursachen

E. coli Bakterien unter dem Mikroskop. Quelle: NIAID E. coli Bakterien unter dem Mikroskop. Quelle: NIAID Der häufigste Erreger einer Blasenentzündung ist das Darmbakterium Escherischia coli (E. coli). Diese Bakterien sind ein natürlicher Bestandteil der Darmflora. Wenn sie jedoch über die Harnröhre in die Blase gelangen, können sie dort eine Entzündung der Blasenschleimhaut auslösen. E. coli Bakterien sind für ca. 80% der Harnwegsinfekte verantwortlich.

An einer Entzündung der Harnblase kann grundsätzlich jeder erkranken, allerdings sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer, denn bei Frauen ist die Harnröhre kürzer, wodurch die Keime (Bakterien) einfacher in die Blase gelangen.

Die Anatomie der Frau: Darmbakterien können leichter in den Körper gelangen. Die Anatomie der Frau: Darmausgang und Harnröhre liegen nah bei einander. So gelangen die Darmbakterien leichter in die Blase. Bildquelle Wikipedia.

Eine weitere Risikogruppe die häufig unter Harnwegsinfekten leidet, sind ältere Männer im Zusammenhang mit einer Prostatavergrößerung.

Risikofaktoren, die eine Blasenentzündung begünstigen:

  • Unterkühlung
  • Harnabflussstörungen, z.B. Harnsteine, vergrößerte Prostata (nur bei Männern)
  • Stoffwechselerkrankungen, z.B. Zuckerkrankheit, Gicht
  • Eingriffe an den Harnwegen, z.B. Katheter, Blasenspiegelung
  • Abwehrschwäche, z.B. bei Säuglingen, Kleinkindern, chronisch Kranken
  • Östrogenmangel in den Wechseljahren
  • Schwangerschaft oder Geburt
  • Geschlechtsverkehr (Sex), hierbei werden die Keime regelrecht in die Harnröhre „einmassiert“ (Eine Blasenentzündung, die nach dem Geschlechtsverkehr auftritt, wird auch Honeymoon-Zystitis genannt.)
  • Falsche Genitalhygiene

Wesentlich seltener sind hingegen Blasenentzündungen die nicht durch Bakterien hervorgerufen werden. Hierzu gehören die sogenannte Strahlenzystitis, bei Krebspatienten nach einer Bestrahlung, sowie die Interstitielle Zystitis, bei der sich keine konkrete Ursache für die Blasenentzündung feststellen lässt.

Die täglichen Gewohnheiten spielen bei der Entstehung der Entzündung eine große Rolle. Im Abschnitt "Tipps zur Vorbeugung" haben wir einige Ratschläge zusammengefasst, die helfen eine Blasenentzündung zu vermeiden.

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Chronische Blasenentzündung

Wenn bei einem Menschen innerhalb von einem halben Jahr zwei Blasenentzündungen auftreten, so spricht der Mediziner von rezidivierenden (wiederkehrenden) Harnwegsinfekten, diese werden auch als chronische Blasenentzündung bezeichnet.

Etwa 5-10% der Frauen in Deutschland leiden unter einer chronischen Entzündung der Blase. Dabei kann es sich sowohl um neue Infektionen handeln, als auch um Infektionen, die nicht richtig ausgeheilt waren und wieder aufflammen.

Die Therapie der chronischen Zystitis unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der einer einmaligen Infektion. Bei rezidivierenden Harnwegsinfekten kommt jedoch der Prophylaxe eine besondere Bedeutung zu. Zur Verfügung stehen hier, z.B. das Ansäuern des Urins (Ziel-pH: 5-6) mit Methionin, bzw. die Einnahme von Cranberry-Präparaten.

Animation: E. coli Bakterien in der Blase. Animation: E. coli Darmbakterien, sind die häufigsten Auslöser einer Blasenentzündung.

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Heilmittel und Medikamente

Zur Therapie und zur Prophylaxe der Blasenentzündung stehen zahlreiche Medikamente und Heilmittel zur Verfügung.

Antibiotika:

Zur Behandlung einer akuten Blasenentzündung setzen Ärzte in den meisten Fällen Antibiotika ein um die Ursache (Bakterien) für die Entzündung zu beseitigen. Wenn das Bakterienwachstum in der Blase gestoppt wird, oder die Bakterien abgetötet werden, kann sich die Blase erholen und die Symptome klingen ab.

Gegen die Schmerzen:

In einigen Fällen verordnet der Arzt auch schmerzstillende (z.B. Ibuprofen) und krampflösende (z.B. Butylscopolaminiumbromid) Medikamente. Diese Medikamente lindern die Symptome, wirken aber nicht gegen die Ursache der Entzündung.

L-Methionin:

Zur Verminderung des Bakterienwachstums in der Blase eignet sich unter anderem die Ansäuerung des Urins mit L-Methionin. Die natürliche Aminosäure L-Methionin wird auch zur Vorbeugung bei einer chronischen Blasenentzündung eingesetzt und kann durch die Verminderung des Bakterienwachstums helfen, eine häufige Blasenentzündung zu verhindern. Acimol® enthält den Wirkstoff L-Methionin in reiner Form.
Bärentraube Bärentraube
Meerrettich-Wurzel Meerrettich-Wurzel
Eukalyptus Eukalyptus
Brunnenkresse Brunnenkresse
Cranberry Cranberry
Kapuzinerkresse Kapuzinerkresse

Pflanzliche Alternativen:

Eine weitere Möglichkeit zur unterstützenden Behandlung sind die zurzeit stark beworbenen Cranberry Produkte. Bei vielen der im Handel erhältlichen Cranberry Präparate ist der Gehalt an pflanzlichen Wirkstoffen laut ÖKO-TEST (1) jedoch fraglich. Traditionell werden außerdem Bärentraube, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, Eukalyptus und Meerrettich gegen Blasenentzündung eingesetzt.
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Vorbeugung

Infektionen treten oft dann auf, wenn die natürlichen Schutzmechanismen unseres Körpers versagen oder gestört sind (z.B. durch Unterkühlung). Um einer Blasenentzündung vorzubeugen ist es deshalb wichtig, die körpereigenen Schutzmechanismen zu stärken, bzw. das zu vermeiden, was unseren Körper schwächt.

Weitere nützliche Tipps zur Vorbeugung haben wir hier für Sie zusammengestellt.

(1) Öko-Test, Nr. 10, 2009



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