Neue Therapieoption für die Interstitielle Zystitis

Die Dr. R. Pfleger GmbH, Bamberg, hat von der bene-Arzneimittel GmbH, München, exklusiv für Deutschland die Vertriebsrechte des ersten in der Europäischen Union zugelassenen Arzneimittels zur Therapie von chronischen Blasenschmerzen/IC erhalten. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von durch Glomerulationen oder Hunner-Läsionen charakterisierten chronischen Blasenschmerzen bei Erwachsenen mit mittelstarken bis starken Schmerzen, sowie Harndrang und Miktionshäufigkeit angewendet.

Über das Blasenschmerz-Syndrom

Das durch Glomerulationen oder Hunner-Läsionen charakterisierte Blasenschmerz-Syndrom bzw. die IC (Interstitielle Zystitis) ist eine schwere, chronische Blasenerkrankung, die die Lebensqualität in erheblichem Maße einschränkt. Für die Betroffenen - in Deutschland gehen Schätzungen von ca. 15.000 Erkrankten aus - bedeutet sie sehr häufige, erschwerte und schmerzhafte Blasenentleerungen, insbesondere nachts, sowie starke Schmerzen im Unterbauch.
Eine Ursache für die Erkrankung ist unter anderem eine Schädigung der Blasenschleimhaut, wobei insbesondere die Glykosaminoglykan (GAG)-Schicht betroffen ist. In der Folge ist deren Schutzeffekt vermindert, wodurch toxische Harnbestandteile in tiefere Gewebeschichten vordringen und Gewebereizung beziehungsweise i.d.R. schmerzhafte Entzündungen hervorrufen können.

Über den Wirkstoff

Aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zur GAG-Schicht der Blasenschleimhaut ist der Wirkstoff des neuen Arzneimittels in der Lage, die geschädigte Schutzschicht der Blase wieder aufzubauen, und verhindert so weiteres Eindringen schädigender Substanzen aus dem Harn in tiefere Gewebeschichten. In der Folge werden die Entzündungsprozesse als Begleit- und Folgeerscheinung der Erkrankung reduziert. Insgesamt führt dies zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Patienten.

Erstattungsfähigkeit

Das seit Anfang Oktober in Deutschland erhältliche Präparat ist verschreibungspflichtig und erstattungsfähig. Patienten haben je Verordnung nur die gesetzliche Zuzahlung zu leisten.