7 hilfreiche Tipps bei Scheidentrockenheit (vaginale Trockenheit, trockene Scheide)

Je nachdem ob der Grund für die Beschwerden körperlicher oder seelischer Natur ist, gibt es einige generelle Tipps die bei einer nachhaltigen und sanften Linderung helfen können.

1. Seelisches Gleichgewicht

Stress und Nervosität sorgen kurzzeitig für Adrenalinausschüttung. Auf Dauer führt erhöhter Blutdruck zu Schäden der Mikrodurchblutung, dies begünstigt nicht nur Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die verminderte Durchblutung der Geschlechtsorgane kann langfristig auch für das das Auftreten erektiler Dysfunktionen beim Mann oder vaginaler Trockenheit verantwortlich sein.

Entspannungstechniken wie Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training helfen Stress abzubauen. Aber auch regelmäßiger Sport und Bewegung kann helfen. Wichtig ist wie bei der Entstehung der Probleme auch bei der Lösung die Zeit. Damit Entspannungstechniken wirken, sollten Sie dauerhaft mehr Platz für Ruhe und Entpannung im Leben schaffen.

2. Binde statt Tampon

Während der Menstruation sollten Frauen, die unter vaginaler Trockenheit leiden, möglichst Binden anstelle von Tampons verwenden. Tampons haben direkten Kontakt mit der Schleimhaut und können neben dem Menstruationsblut auch Scheidensekret aufsaugen. Sowohl die mechanische Reizung als auch die Saugwirkung der Tampons kann eine Scheidentrockenheit noch verstärken.

3. Tabak und Alkohol meiden

Weil der Genuss von Nikotin und Aklkohol mitverantwortlich für die vaginale Trockenheit sein kann, kann eine deutliche Reduktion von Zigaretten und Alkohol-Konsum zu einer entscheidenden Verbesserung beitragen. Meiden Sie Zigaretten und Alkohol oder versuchen Sie deren Genuss zu einer echten Ausnahme werden zu lassen. Auch der regelmäßige Genuss von kleinen Mengen Alkohol kann Auslöser sein (das Gläßchen Wein am Abend).

4. Hormonfreie Präparate

Neben hormonhaltigen Medikamenten gibt es auch hormonfreie Präparate gegen Scheidentrockenheit. Vulniphan® enthält beispielsweise Hyaluronsäure in der Kombination mit wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Dies ist insbesondere für Frauen, die aufgrund einer Brustkrebsbehandlung keine Hormone einnehmen dürfen, eine sehr gute Alternative.

5. Übertriebene Intimhygiene vermeiden

Wenn es juckt und brennt ist der erste Gedanke oft "waschen", aber gerade eine übertriebene oder falsche Intimhygiene kann die Ursache der Scheidentrockenheit sein. Die meisten Seifen oder Duschgele greifen den Säureschutzmantel der Haut an und reizen die empfindlichen Schleimhäute. Auch Intimtücher und -sprays, Spülungen sowie Enthaarungscremes stören das natürliche Gleichgewicht der Haut.

Meiden Sie Hautreizungen jeder Art, wie chlorhaltiges Wasser (Schwimmbad) aber auch das Tragen von String-Tangas und engen Hosen. Tragen Sie bequeme Kleidung aus Naturfasern (Baumwolle).

6. Alternative Verhütungsmethoden

Die Pille ist ein gravierender hormoneller Eingriff in den weiblichen Körper, der zwar in der Regel sehr gut vertragen wird, aber trotzdem nicht immer ganz ohne Nebenwirkungen einher geht. Gerade junge Frauen, die unter vaginaler Trockenheit leiden, sollten versuchen, alternative Verhütungsmethoden anzuwenden.

7. Traumen verarbeiten

Es gibt Erlebnisse im Leben, die einen tieferen Eindruck in der Psyche hinterlassen. Mit solchen Traumen muss man nicht leben, denn es gibt Methoden, die helfen, diese Erlebnisse anders einzuordnen. Auch Ereignisse, die nichts mit Sexualität zu tun haben, können innere Blockaden verursachen. Hier kann Psychotherapie oder Sexualberatung hilfreich sein. Oft werden diese Therapien auch von der Krankenkasse bezahlt.