• Ausreichend trinken

    Im Winter ist es draußen kalt und drinnen warm. Temperaturwechsel und trockene Luft beanspruchen die Schleimhäute, trocknen sie aus und machen sie anfällig. Darum lieber gleich vorsorgen: den Hals warm halten und mindestens 2 Liter pro Tag trinken.

    Bewegtbild einer illustrierten Primel mit einem Glas Wasser
  • Klimaanlage richtig einstellen

    Klimaanlagen machen es im Sommer zwar schön kühl, aber die Luft auch sehr trocken. Das trocknet die Schleimhäute aus und kann zu Halskratzen und Heiserkeit führen. Darum: Temperatur nicht zu niedrig einstellen – ideal sind
    22–25 °C. Ist es draußen über 30°C warm, sollten es drinnen mindestens 25 °C sein, da man sonst eine Verkühlung riskiert.

    Bewegtbild einer illustrierten Primel mit Eiswürfeln
  • Richtig heizen

    Heizungsluft trocknet auf Dauer die Schleimhäute aus und macht sie anfällig. Die Stimme wird rau und der Hals gereizt. Räume sollten daher nur bis 21°C geheizt werden und eine Luftfeuchtigkeit von 60 % haben. Meistens genügt es völlig, das Thermostat auf Stufe 3 zu stellen. Ganz wichtig: regelmäßiges Stoßlüften von ca. 5 Minuten – gerade im Winter.

    Bewegtbild einer illustrierten Primel mit einem Thermometer
  • Sprechpausen einlegen

    Ist die Stimme bereits beansprucht oder muss man täglich viel sprechen oder singen, ist es wichtig, der Stimme auch einmal Pausen zu gönnen. Also ruhig mal still sein, etwas trinken und die Ruhe genießen.

    Bewegtbild einer illustrierten Primel welche in einem Liegestuhl sitzt
  • Alkohol + Nikotin vermeiden

    Viel trinken tut der Stimme gut – aber bitte wenig Alkohol! Denn der macht nicht nur einen Kater, sondern bringt auch die Stimme zum Krächzen. Genauso reizen Nikotindämpfe die gesamte Mund- und Rachenschleimhaut und führen im schlimmsten Fall zu dauerhaften und lästigem Raucherhusten.

    Bewegtbild einer illustrierten Primel mit einem Nichtraucher-Schild
  • Nicht zu scharf essen!

    Eine gute Würze macht für manche erst den richtigen Genuss beim Essen aus. Doch Vorsicht: zu scharfe Speisen reizen die Mund- und Rachenschleimhaut und können so zu Heiserkeit und Hustenreiz führen. Das Gleiche gilt auch für zu heißes oder sehr kaltes Essen. Also lieber etwas gemäßigte Temperaturen und nicht zu viele scharfe Gewürze.

    Bewegtbild einer illustrierten Pepperoni
  • Richtig durchatmen!

    Um die Schleimhäute feucht zuhalten, ist die "gesunde Nasenatmung" am besten, das heißt: durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Bei verstopfter Nase können Inhalationen und Nasenspülungen mit Kochsalzlösung helfen.

    Bewegtbild einer illustrierten Primel welche einen Luftballon aufbläst

Die menschliche Stimme – ein unerlässliches Organ

Per Definition ist die menschliche Stimme der durch die Stimmlippen (auch Stimmbänder) erzeugte Schall, der dann im Mund-, Rachen- und Nasenraum moduliert wird. Die Stimmbänder befinden sich im Kehlkopf, der vorn im Hals liegt und den oberen Abschluss der Luftröhre bildet. Die Atemluft, die durch den Spalt zwischen den Stimmlippen – die Stimmritze – strömt, versetzt die Stimmbänder in Schwingung. So entstehen stimmhafte Töne. Je entspannter die Stimmlippen, desto langsamer schwingen sie und desto tiefer ist der Klang.

Doch die Stimme ist nicht nur ein Ton, der zur Kommunikation dient. Sie ist auch ein einzigartiges Erkennungszeichen und ein wichtiger Teil der Persönlichkeit eines Menschen. Immerhin stammt das Wort "Person" vom lateinischen Begriff "personare" (durchtönen) ab. Somit steht die Stimme in direktem Bezug zum Wohlbefinden ihres Besitzers. Da wundert es nicht, wenn bei Husten und Heiserkeit nicht nur die Stimme leidet, sondern auch der Mensch sich unwohl fühlt. Viele Menschen können es sich im Alltag nicht leisten, auf die Stimme zu verzichten, denn sie ist ihr Kapital. Und das betrifft nicht nur Politiker, sondern vor allem Berufstätige, die viel und lange ihr Sprechorgan benutzen, wie z. B. Lehrer, Erzieher, Schauspieler oder Sänger.

Bild zeigt einen Querschnitt des Hals- u. Rachenraumes des menschlichen Körpers

Wie entstehen Heiserkeit und Hustenreiz?

Reizung in Hals und Rachen können viele Ursachen haben, zum Beispiel Überanstrengung der Stimmbänder oder Nikotin- und Alkoholkonsum. Häufig entstehen sie aber auch durch Infekte oder im Zusammenspiel mit einer Erkältung. Ob im Winter bei trockener Heizungsluft oder im Sommer in klimatisierten Räumen, die Schleimhäute können leicht austrocknen. Dann ist nicht nur der Schwingungsablauf der Stimmlippen beeinträchtigt, sondern die Schleimhäute sind auch gereizt – die Stimme klingt rau und heiser.

Bild zeigt einen Querschnitt des Hals- u. Rachenraumes des menschlichen Körpers

Was kann man für den Hals tun?

Im Falle von Beschwerden durch Austrocknen der Schleimhäute hilft am besten viel Flüssigkeit, also mindestens 2 l pro Tag und in vielen kleinen Portionen trinken. Außerdem sollte man die Stimmbänder schonen. Also nicht zu viel und zu laut Sprechen. Achtung: Auch Flüstern ist bei Heiserkeit kontraproduktiv, da es die Stimmbänder ebenfalls beansprucht. Daher so oft wie möglich Sprechpausen einlegen.

Zusätzlich ist auch das richtige Raumklima für die Erholung der Stimme wichtig – nicht zu stark heizen oder kühlen
(ideal sind ca. 21 °C) und regelmäßig lüften. Oft hilft es, den Hals warm zu halten und gelegentlich Lösungen zum Spülen oder Gurgeln zu nutzen (z. B. isotonische Kochsalzlösung).

Wie schützt man die Stimme?

Für eine gesunde, leistungsfähige Stimme ist das gesamte Wohlbefinden des Körpers und der Seele wichtig. Man sollte sich daher ausgewogen und vitaminreich ernähren, viel trinken, sich ausreichend an der frischen Luft bewegen und genügend schlafen. Auch sportliche Aktivitäten und ein regelmäßiger Lebensrhythmus tragen zum Wohlbefinden bei.

Vermeiden sollte man insbesondere Alkohol, Nikotin, zu heiße, kalte oder stark gewürzte Getränke und Speisen. Auch Luftqualität und Art der Atmung spielen für die gesunde Stimme ein große Rolle: sehr trockene sowie schadstoffreiche und ozonhaltige Luft sollte vermieden werden. Und am besten atmet man durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Das entspannt nicht nur, sondern sorgt auch für optimale Befeuchtung der Schleimhäute.

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